Das richtige Füllen des Sandsacks

Das richtige Füllen des Sandsacks
Das richtige Füllen des Sandsacks
Um seinem Boxsack den richtigen Biß zu geben und sein Kampfsport Training optimal zu gestalten, sollte das Ding richtig gefüllt sein.
Oder: Warum kein Sand im Sandsack ist.
Das wichtigste Training für einen Kampfsportler ist das Schlagtraining. Und bei eben diesem  Schlagtraining geht doch nichts über einen Sandsack.
Viele Kampfsportler haben einen Boxsack / Sandsack zu Hause und können dort ihr Kampfsport Training ergänzen und festigen.

Die wenigsten fahren zur Beschaffung in ein Geschäft für Kampfsport Artikel und kaufen ihn bereits gefüllt.
Wegen des hohen Gewichts, und der damit verbundenen Versandkosten, ist es auch wohl auch ratsamer den Sandsack auch im Internet eher ungefüllt zu bestellen.

Nun ist der Boxsack zu Hause angekommen, der geeignete Platz dafür bereits gefunden (am besten direkt VOR dem Fernseher).
Jetzt kommt es zur richtigen Füllung. Denn er darf nicht zu hart und auch nicht zu weich sein. Das richtige Füllmaterial ist gefragt:


Sand:
Davon ist absolut abzuraten!
Eine ganze Reihe von Gründen sprechen dagegen: Es würde zuviel Sand benötigt, daß das Gewicht des Sandsackes viel zu hoch wäre. Bereits nach kurzer Zeit setzt sich das Material sehr dicht im unteren Bereich des Boxsackes fest. Der Sandsack wird hart wie Beton und schädigt beim Training die Handgelenke.
Gummigranulat:
Das Gummigranulat hat hervorragende Dämpfeigenschaften und ist wohl ewig haltbar. Da das Granulat kein organischer Stoff ist kann er nicht faulen oder schimmeln, selbst wenn einmal Feuchtigkeit eintreten sollte. Nachteil ist der hohe Preis und das Gewicht. Was für kleinere Boxsäcke funktioniert, kann bei größeren schon kritisch werden.


Ungeschroteter, trockener Mais:
Funktioniert toll für kleine Wandsäcke.
Beim großen Bruder, dem Boxsack, wird das trockene Material mit der Zeit pulverisiert, setzt sich am Boden des Sandsacks ab und wird extrem hart. Wie bei allen organischen Materialien kann es bei Feuchtigkeit zur Schimmelbildung kommen. Es hilft, den Boxsack innen mit Plastikfolie auszukleiden.



Textilreste:
Alte Kleidungsreste sind die optimale Lösung. Natürlich sollen keine ganzen Wintermäntel in den Sandsack gestopft werden. Textilreste von einer Größe um die 5cm2 sind optimal. Den Sandsack abnehmen, von innen mit Folie auskleiden und dann mit den Schnittresten füllen. Nach ca. 15cm Füllung mit einem langen Gegenstand nachstopfen. Nicht vergessen: Nach einigen Trainingsstunden sollte immer wieder nachgestopft werden!
 
 

...und dann kanns los gehen...

Das Füttern des Boxsackes mit Kleidungsresten hat sich durchgesetzt, denn es hält die meisten Vorteile auf seiner Seite.
Bei geringem Gewicht verdichtet sich das Material so, daß es die Schlagenergie optimal aufnehmen kann.
Dadurch werden Schulter-, Ellbogen- und Handgelenke während des Trainings geschont.
Auch die Beschaffung ist relativ einfach. Selbst wenn die Kleiderschränke der Verwandtschaft nichts mehr hergeben, kann man Schnittreste extrem günstig in Schneidereien besorgen.

Bildquelle: 123rf

KnockOut-Magazin

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