Der richtige Kampfsport für Dich!

Kampfsport
 
 
Jeder, der mit einem Kampfsport oder einer Kampfkunst beginnen will, steht Anfangs vor der riesigen Frage: "Welches ist der richtige Kampfsport für mich?"
Na gut, wahrscheinlich lautet die Frage eher: "Welches ist das beste Kampfsystem? Denn nur das will ich machen!". Es sollte aber besser heissen: "Welches ist der beste Stil für mich persönlich? Mit welcher Kampfsportart kann ich am Besten umgehen?".

Wenn in Deinem Ort vielleicht nur ein Stil angeboten wird, solltest Du dort einsteigen! So kannst Du am schnellsten herausfinden, ob dieser Kampfstil etwas für Dich ist. Der wichtigste Punkt aber: Du findest heraus, in welche Richtung Dein System gehen soll. Welche Techniken Dir liegen. Bevorzugst Du das Grappling, das Boxen, oder sind es eher Kicktechniken oder vielleicht der Allkampf? Egal, wie Du gestrickt bist: Nun weißt Du, was Du brauchst!

Wenn Du aber eine größer Wahlmöglichkeit hast, helfen Dir folgende Überlegungen bei Deiner Entscheidungen:
1: Deine Lieblingsskills!
 

Zuerst stellt sich die oben genannte Frage: Welche Techniken liegen Dir? Boxen, Ringen, Kicks, Allkampf oder der Kampf mit Waffen? Dann hast Du schon mal einen ersten Filter gesetzt, da jeder Stil seine individuellen Gewichtungen hat. (Infos zu Kampfstilen)
 
2: Kampfsport oder Kampfkunst?

Im Kampfsport geht es ein wenig eher zur Sache als bei einer Kampfkunst. Nach dem Erlernen von Techniken steht hier das Messen mit Trainingspartnern und der Wettkampf.
Dementsprechend steht hinter den Techniken ein sinnvolles Regelwerk. Super zum Auspowern und um seine Techniken einem "Praxistest" zu unterziehen.

Aber auch in der Kampfkunst kann es ordentlich zur Sache gehen. Allerdings gibt es kein Regelwerk, das die Kontrahenten in einer sportlichen Auseinandersetzung schützt.
Es gibt viele "Dirty" - Skills, wie Kicks in die Weichteile und Stiche in die Augen. Das kann natürlich nicht realistisch oder innerhalb eines Wettkampfes angewandt werden. Da diese hochgefährlichen  Techniken unbedingt zum Repertoire dieser Kampfstile gehören, werden sie auch keinem sportlichen Regelwerk weichen. Selbstverteidigung wird hier groß geschrieben.

 

 
3: Seriösität

Leider gibt es auch einige schwarze Schafe in der Kampfsport/Kampfkunst-Szene.
Diese verkaufen Dir für viel Geld selbst kreeierte Systeme, in denen sie sich selbst zum Großmeister ernannt haben. Es ist schwierig für Anfänger dort durchzusteigen. Indikatoren können sein: Das System existiert erst seit Kurzem und/oder der "Großmeister" ist unrealistisch jung (zum Erreichen eines solchen Titels).
Das soll nicht bedeuten, das alle selbstkreeierten Systeme Bauernfängerei sind. Einige sind sogar sehr gut, weil sie sinnvolle Techniken und Konzepte verbinden.
Wie gesagt: Es ist schwer für einen Anfänger da durchzublicken. Am Besten sollte man kritisch sein, im Internet recherchieren und auf sein Bauchgefühl hören.
 
4: Dein Probetraining

Wenn Du zu Deinem ersten Probetraining gehst, kannst Du aus kleinen Dingen wertvolle Informationen für Dich ziehen:
 
Wie geht der Lehrer mit seinen Schülern um? es gibt Stile, die etwas lockerer sind, aber auch sehr strenge Lehrmethoden. Beide haben ihre Berechtigung. Welche Lehrmethode sagt Dir am ehesten zu?
 
Was können die Schüler? Der Lehrer sollte über gute technische Fähigkeiten verfügen, ganz klar. Aber wie ist es mit den anwesenden Schülern? Frage, wie lange sie dabei sind und beurteile für Dich, ob Dir ihre Fähigkeiten zusagen. Denn das was die Schüler können, wirst auch Du können!
 
Die Lehrmethode, der Lehrer und Deine Mitschüler sollten Dir unbedingt zusagen. Denn nur, wenn das stimmt, bist Du unumschränkt offen für das Lernen der Kampftechniken. Du mußt Dich wohlfühlen und den Menschen dort vertrauen können.
Dann bist Du auf jeden Fall richtig dort und die Lehre Deines erwählten Kampstiles fällt auf fruchtbaren Boden.

 
 
 
 


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