Die Warrior Diet - Essen wie ein Krieger

Die Warrior Diet - Essen wie ein Krieger
Die Warrior Diet - Essen wie ein Krieger
Hier geht es nicht um das Planen der Mahlzeiten, sondern darum seinen Instinkten, die man als Mensch nun einmal hat,  wieder vertrauen zu lernen. Die Warrior Diet ist also keine Diät im herkömmlichen Sinne sondern ein Lebensstil.
Vor Hunderttausenden von Jahren lebten die Menschen als Jäger und Sammler.

So, lautet die Philosophie von Ori Hofmekler, dem Begründer der Warriors Diet, prägten sich die Instinkte der damaligen Menschen in Tagesabläufen wie diesem:

Der Mensch war tagsüber auf der Jagd und musste große körperliche Leistungen vollbringen.
Dabei konnte er keine großen Nahrungsmengen verzehren, nicht zuletzt um in ständiger Alarmbereitschaft zu sein.
Man aß, was man unterwegs so fand: Nüsse, Beeren, Samen.
 
Erst am Abend, wenn sich der Stamm um das Feuer sammelte, gab es dann die Hauptmahlzeit. Man aß, bis man satt war.

Im Vergleich zu anderen Diäten entspricht dieses Konzept mehr der menschlichen Natur, als sechs Mahlzeiten am Tag zu essen.
 

Die Vorteile

  • Mit leerem Magen ist man mental leistungsfähiger. Der Körper muss keine Energie zur Verdauung aufwenden. Man ist wacher und konzentrierter.
  • In der "Undereating-Phase" wird der Sympathikus angeregt. Man fühlt sich fitter und energiegeladener.
  • Der Körper entgiftet in der 20 Stündigen Fastenphase und verbrennt Fett.
  • Der lästige Heißhunger auf Kohlenhydrate hört auf.
  • In der "Overeating-Phase" wird der Parasympathikus angeregt. Das fördert Ruhe und Regeneration.
Die 20/4 Regel

In der Warrior Diet (ich benutze absichtlich den englischen Terminus, da er neben dem Wort Diät auch allgemein Ernährungsgewohnheit bedeutet.) gibt es die 20/4 Regel:

Der Tag hat 24 Stunden.
20 Stunden davon sind die "Undereating-Phase", in der man so gut wie gar nichts isst. Erlaubt sind Rohkost, Nüsse, fettarme Eiweissquellen. Keinesfalls aber in so großen Mengen, die den Körper belasten können. Snacken ist angesagt.
Diese Tagesphase ist hauptsächlich zum Entgiften und zum aktiven Leben gedacht.

Die übrigen 4 Stunden des Tages bilden die "Overeating-Phase":
Hier darf gegessen werden, was man will. Nicht ganz... Die Hauptmahlzeit des Tages sollten natürlich nicht Oreo-Kekse mit Schokolade sein.
Das Essen soll vollwertig sein und wirklich vielfältig. Die Sinne sollen angesprochen werden, was Konsistenz, Farbe und Geruch angeht.

Um den Verdauungsprozeß zu unterstützen kennt die Warrior Diet eine feste Reihenfolge:

1. Salat
2. Gemüse
3. Protein
4. komplexe Kohlenhydrate
5. Falls nun wirklich noch Hunger bestehen sollte, ist hier Platz für ein bißchen Sünde

Werden zuerst schwer verdauliche, und erst gegen Ende die leicht verdaulichen Nahrungsmittel zu sich genommen, beginnen die leicht verdaulichen, obenaufliegenden bereits mit der Zersetzung, bevor sie in den Darmtrakt gelangen  und können zu Magendrücken und Blähungen führen.

Die letzte Mahlzeit sollte im optimalen Fall 2 Stunden vor dem zu Bett gehen stattfinden.
Wie verträgt sich diese Ernährungsweise mit dem Training?

Sehr gut. Man muss ein bißchen spielen um den Weg zu finden, der für einen selbst am besten geeignet ist. Man muss keine Kohlenhydratbomben vor dem Training zu sich nehmen. Der Eine zehrt von seinen vollen Glykogenspeichern aus der letzten "Overeating-Phase", ein Anderer isst vor dem Training noch eine Banane um leistungsfähig zu sein. Der Selbsttest ist erlaubt und erwünscht. Es geht immerhin um nichts Geringeres als auf sich selbst zu hören.

Neben dieser extremen 20/4 Einteilung gibt es auch Erfahrungsberichte, die eine softere Variante als ebenso effektiv beschreiben: Die 16/8 Regel. Hier bekommt die "Undereating-Phase" 16 Stunden, und die "Overeating-Phase" ein Zeitfenster von 8 Stunden zugedacht..

Fazit: Das Gefühl während des Tages ist super. Man ist wirklich sehr viel energiegeladener und leistungsfähiger. Und den Abend mit angenehm gefüllten Bauch ausklingen zu lassen ist auch nicht das schlechteste Gefühl. Nebenbei: Wer Abends seine Speicher voll macht, kommt morgens um das Verlangen "Frühstück" herum.
Bildquelle: 123stock
KnockOut-Magazin

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