Mythos Ninja

Der Mythos Ninja
Der Mythos Ninja
Wer kennt sie nicht, die vermummten, in Schwarz gehüllten, japanischen Krieger, um die sich auch heute noch wundersame Mythen ranken. Sie gelten als Mörder, Diebe, aber auch als Superhelden. Was aber steckt wirklich hinter dem Mythos "Ninja"?
Jeder kennt sie, die Ninjas. Jedes Medium hat das Thema "Ninja" bereits ausgiebig bearbeitet. Seien es die B-Movies, Serien, Comics oder Computerspiele. Überall durften sie schon für die Phantasien der Filmemacher und Autoren herhalten und diese befriedigen.
Was aber steckt wirklich hinter dem geheimnisvollen Ninja?
Ist er wirklich der Attentäter, Magier,Spione, den wir aus den Medien kennen?

Das Wort "Ninja" besteht aus zwei japanischen Schriftzeichen. Der erste Teil "Nin" bedeutet soviel wie Ausdauer und Beharrlichkeit. Der Wortteil "Ja" bedeutet Person. "Ninja" bedeutet zu deutsch "der Verborgene". Die Ninja waren Söldner und Partisanenkämpfer des alten Japan und wurden als Spione, Saboteure und Attentäter eingesetzt.

Die Anfänge des Ninjutsu werde auf die Jahre um 600 n. Chr. geschätzt.
Dort nutzte der Shogun Shotoku Taishi (593–622) als Erster Agenten um sich Informationen über seine Gegner zu beschaffen.
 
Durch die Beschaffung bestimmter Informationen konnten große militärische Siege erlangt werden.
Zu dieser Zeit wurden die Ninja (zu dieser Zeit noch "Shinobi" - "sich tarnen" genannt) als reine Kundschafter eingesetzt und erlangten einen festen Platz in der Kriegsführung der Herrschenden.
 
Erst später, in der Heian-Periode (794-1192), entwickelten sie eine tödliche Kunst, die sie als Experten in geheimer Kriegsführung, Spionage und Sabotage als beste Spezialeinheit in Ostasien gefürchtet werden ließ.

Im 12. Jahrhundert stieg der Militäradel mehr und mehr auf und  die Ninja wurden von vielen erfolgreichen Heerführern angeheuert. Es galt das Ninjutsu zu verbesseren und das Ausbilden von Agenten zu beschleunigen. So wurden die älteren Künste, die nur durch langwieriges, ja manchmal sogar lebenslanges Lernen, zu erreichen waren ersetzt. Durch ausgefeilte Techniken, meisterhafte Körperbeherrschung, optische Täuschungen und Taschenspielertricks wurden die Ninja zu den gefürchteten und beinahe unbesiegbaren Kämpfern.
 
Als dann die Kriegerkaste der Samurai aufkam begann das goldene Zeitalter der Ninja. Dieses goldene Zeitalter dauerte mehr als 400 Jahre an und es entstanden ca. 70 verschiedene Schulen (Ryu).
 
 
 
Mehrere Clans führten das Land in einen Bürgerkrieg.
Und all deren Herrscher nahmen die Dienste der Ninja in Anspruch, was dazu führte, das immer mehr Schulen für Ninjutsu eröffnet wurden.

Erst am Anfang des 17. Jahrhundert endete die goldene Zeit des Ninjutsu.
Der Shogun Tokugawa einigte Japan und brachte Frieden über das Land.
 
Ironischerweise war es der Frieden, der das Ende der Ninja einläutete, und keine Schlacht. Nachdem die Ninja halfen auch noch die letzten Widersacher des neuen Shogun Tokugawa zu beseitigen, waren die Dienste der Ninja nicht länger gefragt.
Viele Ninja wurden in die staatliche Polizei oder in die Geheimpolizei eingegliedert, andere arbeiteten als freischaffende Söldner weiter.
Wieder andere wurden zu Kriminellen oder wurden als Gärtner oder Bedienstete bei lokalen Herrschern angestellt.
Es ist überliefert, das Tokugawa nur noch zwei Mal die Dienste der Ninja benötigte.

Nach dem zweiten Weltkrieg starben viele Schulen aus. Die Amerikaner hatten alle Kampfkünste in Japan verboten. Doch wie durch ein Wunder konnte das Ninjutsu überleben.
Eine kleine Gruppe von Männern pflegte und bewahrte die geheimen Lehren, während andernorts viele Großmeister ihre Kunst nicht mehr weitergeben konnten und das überlieferte Wissen in Form von Manuskripten und Schriftrollen den Flammen übergaben.

Während des zweiten Weltkrieges trainierte Hatsumi Masaaki die gängigen, populären Kampfkünste und brachte es in ihnen zu Meistergraden.
Nach Ende des Krieges musste er feststellen, das die amerikanischen Besatzer schnell und begierig die verschiedenen Techniken erlernten.
Aufgrund ihrer Kraft und ihrer Körpergröße brauchten sie dazu nur Monate, wo ein Japaner Jahre benötigte.
Entäuscht machte sich Hatsumi auf die Suche nach der einen, wahren Kampfkunst, die es ermöglichte aus allen Situationen siegreich hervor zu gehen.

So traf er schließlich den Lehrer Takamatsu Toshitsugu, dem 33. Großmeister der Togakure Ryu Ninjutsu.

Jahrelang quälte sich der junge Hatsumi Masaaki durch das harte Training unter der Leitung des Ninja-Großmeisters und erbte schließlich den Titel des 34. Großmeister der neun Ninjutsu Ryu, die sein Lehrer Takamatsu Toshitsugu verkörperte.
 
 
 
Wegen des immensen Umfangs der neun Schulen entschloss sich Hatsumi diese nicht getrennt, sondern als Einheit zu unterrichten. Seine Schule nannte er "Bujinkan Dojo" und eröffnete ein zweites Dojo. Mehrmals im Jahr reiste Hatsumi durch die Welt um Seminare zu halten, doch aufgrund seines hohen Alters ist ihm das leider nicht mehr möglich.
Soke Hatsumi ist der letzte Großmeister des Ninjutsu, der in allen neun Ryu den Titel SOKE trägt. Er unterrichtet sie innerhalb des Bujinkan in seinem Dojo, dem Hombu Dojo in Noda City.
Bildquelle: 123stock
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